Stadtwerke weiter auf Erfolgskurs

Nach dem erfolgreichen Geschäftsjahr 2014 haben die Stadtwerke die Geschäftsstrategie in 2015 konsequent weiterentwickelt. Für 2016 stehen weitere Projekte an, mit dem Ziel, sich auch in Zukunft erfolgreich, kundenorientiert und wirtschaftlich am Markt zu positionieren. Für 2016 sind Investitionen in Höhe von 6,5 Mio. Euro geplant.

Eduard Böger, Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke Bad Salzuflen freut sich über die Leistungs- und Investitionskraft des örtlichen Versorgers: „Unsere Stadtwerke sind ein Garant für Wirtschaftlichkeit und Lebensqualität in Bad Salzuflen. Als Betreiber der Strom-, Gas‑, Fernwärme- und Wassernetze gewährleistet das Unternehmen aber längst nicht mehr nur eine sichere Versorgung. Auch in punkto Energieberatung, Kundenservice, Image und lokales Engagement belegt das Unternehmen im nationalen Vergleich einen Spitzenplatz“. Mit innovativen Konzepten und einer dynamischen Geschäftsentwicklung wollen sich die Stadtwerke Bad Salzuflen weiterhin zukunftsfähig aufstellen. Dabei stehen insbesondere vier Unternehmenssäulen im Fokus: Gestaltung der Energiewende, Angebote für Industrie-, Gewerbe- und Privatkunden, der wirtschaftliche Stromnetzbetrieb sowie Stadtbus und Parken.

„Stadtwerke Bad Salzuflen investieren in innovative Lösungen.“

Mit dem Projekt „Fernwärmeausbau Innenstadt“ modernisieren die Stadtwerke Bad Salzuflen den Innenstadtbereich und leisten einen aktiven Beitrag zur Zukunftssicherung der Energieversorgung und zur lokalen CO2-Reduzierung und somit zur Umweltfreundlichkeit.

In 2015 wurde der Bereich Steege und Osterstraße saniert und neu gestaltet. 700.000 Euro haben die Stadtwerke in diesem Jahr in die Fernwärme investiert. Trotz nicht planbarer Besonderheiten, wie dem Fund der historischen Stadtmauer, haben die Stadtwerke diesen Bauabschnitt termingerecht fertiggestellt.

Aufgrund der Baustelle konnte der Stadtbus nicht immer durch die Innenstadt fahren. Die Stadtwerke haben als kostenlose Serviceleistung die Fahrgäste stattdessen mit einem „Caddy“ chauffiert. „Dieser besondere Service wurde sehr gut angenommen.“ freut sich Volker Stammer über den Erfolg der Maßnahme.

Das größte Blockheizkraftwerk (BHKW) Staatsbad der Stadtwerke wurde im April 2015 erneuert, zwei neue Motoren wurden erfolgreich in Betrieb genommen. Das BHKW Südfeld wurde ebenfalls erneuert und hinsichtlich der Stromerzeugung optimiert.

„Aktuell werden 37 Prozent des Stroms der Stadtwerke Bad Salzuflen selbst erzeugt,“ erklärt Geschäftsführer Volker Stammer den aktuellen Stand der Eigenerzeugung. „Bis zum Jahr 2022 wollen wir die Eigenerzeugung auf 50 Prozent erhöht haben.“ so Volker Stammer weiter.

Dieses Ziel soll durch Effizienzsteigerungen der Blockheizkraftwerke und den weiteren Ausbau der Fernwärme erfolgen. Die Stadtwerke Bad Salzuflen arbeiten permanent daran, ihre Blockheizkraftwerke in ökologischer und wirtschaftlicher Hinsicht zu optimieren. In 2016 planen die Stadtwerke die Erneuerung des BHKW Hoffmann.

Die Baustelle in der Innenstadt soll im Herbst 2016 ein Ende finden. Eine Million Euro fließt 2016 in den Projektabschluss „Fernwärme Innenstadt“, der gleichzeitig die Erneuerung sämtlicher Strom-, Gas- und Wasserleitungen beinhaltet. Am Rendezvous-Platz beim historischen Rathaus werden die Wärmeleitungen der Steege mit den Leitungen der Osterstraße verbunden. Auch angrenzende Straßen, wie die Wenkenstraße und Ahornstraße werden teilweise mit Fernwärme erschlossen. Pünktlich zu Beginn der Heizperiode 2016 soll das Großprojekt abgeschlossen sein. Die drei Blockheizkraftwerke Hoffmann, Lohfeld und Staatsbad werden zu einem großen Wärmenetz zusammengeschlossen.

„Stadtwerke Bad Salzuflen verbessern und erweitern die Produkt- und Serviceangebote.“

Auch den Kunden sind die Stadtwerke ein kompetenter Partner. Sie regen mit der Energieberatung und vielen Energiespartipps dazu an, möglichst viel Energie einzusparen, denn die Schonung der Ressourcen gehört zu einer gelungen Energiewende dazu. Die Stadtwerke verstehen sich als Serviceanbieter und unterstützen ihre Kunden mit diversen Angeboten für verschiedenste Kundenbedürfnisse.

Energiedienstleistungen

Überaus erfolgreich ist das Zusatzangebot „EnergieDach“ der Stadtwerke im Frühjahr 2015 gestartet. Fast 50 „EnergieDächer“ haben die Stadtwerke in diesem Jahr umgesetzt. Die Stadtwerke errichten hierbei eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach ihrer Kunden und kümmern sich um dessen Betriebsführung und Instandhaltung. Die Kunden tragen keine Investitionskosten, sondern leisten eine monatliche geringe Pachtgebühr für ihre eigene Stromproduktion. „Mit dem EnergieDach bieten wir ein Rundum-Sorglos-Paket an. So können unsere Kunden ihren eigenen Solarstrom produzieren, den sie zum Großteil selbst verbrauchen, und schonen gleichzeitig Dank der nachhaltigen Energieerzeugung die Umwelt“, so Stammer. Für das Jahr 2016 wird dieses Angebot weiter fortgeführt.

Als sinnvolle Ergänzung hierzu dient das neue „SmartHome“ Angebot der Stadtwerke, was seit November 2015 verfügbar ist. Smart Home ist die intelligente Vernetzung von Geräten, Beleuchtung und Heizung. Die vernetzte Haustechnik haben Nutzer jederzeit im Blick. Eine Internetplattform und App ermöglichen den Zugriff auf die Geräte per Smartphone, Tablet oder Computer. Diese mobile Steuerung macht das Zuhause sicherer: Beleuchtung und Geräte können von unterwegs oder aus dem Urlaub gesteuert werden. Eine Funktion lässt zum Beispiel das Haus bewohnt aussehen und schaltet Geräte und die Beleuchtung im Zufallsprinzip ein und aus.

Als dritte große Zusatzleistung bieten die Stadtwerke ab dem Januar 2016 ein erweitertes Heizungsanlagencontracting an. Der aktuelle Arbeitstitel der Stadtwerke heißt „EnergieBlock“. Bisher war Contracting erst bei größeren Mehrfamilienhäusern üblich. Mit dem neuen Angebot können auch Einfamilienhäuser eine neue Heizungsanlage durch die Stadtwerke bekommen. Die Stadtwerke betreiben die Heizung und kümmern sich um Wartung, Schornsteinfeger und Energielieferung. Der Kunde hat kein Risiko durch einen Ausfall der Anlage. Abgerechnet wird die Nutzenergie Wärme und ein monatlicher Grundpreis für die Heizanlage. „Auf Grund des großen Erfolges, haben wir das EnergieDach Angebot weiterentwickelt. Unsere Kunden können nun auch die Heizungsanlage als Pacht-Modell von uns bekommen,“ erklärt Stammer die Produktergänzung. Die Installation und Wartung dieser Anlagen werden von ortsansässigen Fachinstallateuren durchgeführt.

Stabile Energiepreise

Die Strom- und Erdgaspreise wurden in 2015 gesenkt. Zum 1. Februar 2015 wurden erst die Strompreise, ab dem 1. Juli auch die Erdgas- und Wärmepreisepreise reduziert. Zum Start des neuen Jahres bleiben die Energie- und Wasserpreise der Stadtwerke stabil, und das trotz eines erneuten Anstiegs der gesetzlichen Bestandteile, die im Strompreis enthalten sind. „Es ist unser erklärtes Ziel unseren Kunden eine sichere, bedarfsgerechte und kostengünstige Energieversorgung anzubieten,“ erklärt Stammer die Preispolitik des Kommunalversorgers.

Produktoptimierung und neue Medien

Seit dem April 2015 sind die Stadtwerke Bad Salzuflen mit „stappy“ auch auf Smartphones und Tablets verfügbar. Über die App können Kunden Informationen zu den Stadtwerken, zur Stadt, zu Veranstaltungen, Fahrplänen, Vereinen und diverse Angebote Dritter und vieles mehr abrufen. Der Funktionsumfang der Anwendung wird kontinuierlich erweitert.

Die „klassischen“ Energieprodukte der Stadtwerke sollen in naher Zukunft optimiert werden. Den Stadtwerken ist es wichtig, bedarfsgerechtere Energielösungen anzubieten. Auch der Internetauftritt des Lokalversorgers wird in diesem Zusammenhang modernisiert. Wichtige Informationen sollen für die jeweilige Zielgruppe schneller gefunden werden können.

Lokale Wertschöpfung

Als Lokalversorger steht für die Stadtwerke Bad Salzuflen außerdem die Wertschöpfung vor Ort im Fokus. Wie hoch die lokale Wertschöpfung tatsächlich ist, hat der Versorger jetzt ermitteln lassen. Von den beeinflussbaren Ausgaben verbleiben 72 Prozent in der Region. „Wir sind mit diesem Ergebnis sehr zufrieden. Im Vergleich zu anderen Unternehmen ist dies ein überdurchschnittlich guter Wert,“ kommentiert Stammer das Ergebnis. „So können wir optimal verdeutlichen, wie wichtig wir für die Region sind,“ so Stammer weiter.

Serviceleistung

Das Engagement der Stadtwerke in die regionale Umwelt, aber auch in die gesellschaftliche, kulturelle und sportliche Vielfalt sowie die Servicequalität wurde ausgezeichnet: Das Energieverbraucherportal hat die Stadtwerke Bad Salzuflen erneut zum TOP-Lokalversorger in den Sparten Strom und Gas ernannt. Bewertet wurden Preis und Servicequalität sowie das Umwelt- und Regionalmanagement.

Projektwochen

Bereits in die vierte Runde ging in diesem Jahr die Veranstaltungsreihe „Projektwochen“ der Stadtwerke. Den Auftakt machte Deutschlands bekanntestes Improvisationstheater, die Springmaus aus Bonn, mit ihrer gefeierten Gameshow „BÄÄM!“ am 17. September 2015 im Kur- und Stadttheater. „Volle Pulle“ ging es am 1. Oktober 2015 mit dem gleichnamigen Vortrag und der Lesung von Uli Borowka in der Aula des Schulzentrums Aspe weiter. Borowka berichtete in seiner typisch direkten und kompromisslosen Art von Alkohol und Fußball, Freunden und Feinden, Enttäuschungen und Unterstützung.

Um Unterstützung ging es auch beim dritten Teil der Projektwochen. Allerdings um ehrenamtlichen Einsatz in Bad Salzuflen. Die Stadtwerke präsentierten am 8. November 2015 unter dem Motto „Alles Ehrensache“ zwölf gute Beispiele für ehrenamtliche Arbeit in Bad Salzuflen. Auf einem Motivkalender zeigen die Teilnehmer ihr Engagement auf originell gestalteten Kalenderseiten. Der Kalender kann ab sofort erworben werden. Die Stadtwerke spenden fünf Euro pro verkauften Kalender an die teilnehmenden ehrenamtlichen Einrichtungen.

„Stadtwerke ab 2016 Grundversorger in ganz Bad Salzuflen.“

Die Stadtwerke haben in diesem Jahr das Stromnetz der Ortsteile Ehrsen, Hölsen, Holzhausen/Sylbach, Pillenbruch, Wülfer und Wüsten übernommen. Vorher war dort die Westfalen Weser Netz AG (früher E.ON) als Stromnetzbetreiber aktiv. Durch die Netzerweiterung haben die Stadtwerke zusätzlich etwa 70 Kilometer Mittelspannungsleitungen, etwa 120 Kilometer Niederspannungsleitungen und beinahe 2.200 Hausanschlüsse mehr zu bewirtschaften – insgesamt ein Anstieg von rund 20 Prozent. Sie leisten dadurch unter anderem auch wertvolle Beschäftigungs- und Wertschöpfungseffekte für die Region.

Der Netzkauf und Netzbetrieb war für die Stadtwerke ein umfangreiches Unternehmensprojekt, in dem fast alle Abteilungen involviert waren. Neben den technischen Aufgaben sind beispielsweise auch umfangreiche kaufmännische und abrechnungsrelevante System- und IT-Umstellungen zu realisieren.

Unabhängig vom Netzkauf der Stadtwerke bleiben die Kunden nach dem Energiewirtschaftsgesetz jedoch bei ihrem bisherigen Energielieferanten. Der Wechsel zu einem anderen Anbieter ist von den Eigentumsverhältnissen der Netze unabhängig und jederzeit möglich. Eine Kundengewinnungsmaßnahme im Frühjahr dieses Jahres verlief für die Stadtwerke sehr positiv. Weitere 200 Kunden haben die Stadtwerke im neuen Netzgebiet hinzugewonnen.

Durch diesen positiven Kundenzuwachs werden die Stadtwerke auch im neuen Netzgebiet zum 1. Januar 2016 Grundversorger im Bereich Strom. Alle drei Jahre wird festgestellt, welcher Energielieferant die meisten Kunden in einem Netzgebiet versorgt. Dieser Lieferant wird dann als Grundversorger festgelegt. „Wir sind sehr froh, dass wir den Grundversorgerstatus auch im neuen Netzgebiet erhalten,“ freut sich Stammer. „Dies bringt für die Kunden und uns einige Vorteile mit sich,“ so der Geschäftsführer weiter. Kunden die keinen Energielieferanten haben, werden automatisch durch den Grundversorger beliefert. Die Kunden können sich nun mit sämtlichen Fragen und Anliegen rund um die Themen Energie und Wasserversorgung ausschließlich an die Stadtwerke wenden. Dies macht vieles für sie einfacher und zeitsparender.

Das Tochterunternehmen der Stadtwerke Bad Salzuflen, Detmold, Lemgo, Rinteln und Vlotho, die Stadtwerke Lippe-Weser Service GmbH & Co. KG, hat die Strom- und Gasnetze in den Gemeinden Augustdorf, Dörentrup, Kalletal und Leopoldshöhe übernommen. Die Betriebsführung des Strom- und Gasnetzes in Leopoldshöhe leisten jetzt die Stadtwerke Bad Salzuflen. Hierzu gehören vor allem die Zählerbewirtschaftung, Netzerweiterungen, das Erstellen von Hausanschlüssen und der Störungsdienst.

„Stadtwerke Bad Salzuflen sind wichtiger kommunaler Dienstleister.“

Die Stadtwerke Bad Salzuflen haben sich neben dem Kerngeschäft der Energie- und Wasserversorgung als effizienter Dienstleister für kommunale Belange entwickelt. Sie betreiben beispielsweise seit mehreren Jahren den Stadtbus und die drei Parkhäuser in Bad Salzuflen. Die Verluste beider Sparten konnten seit der Übernahme sukzessive minimiert werden.

Die Stadtwerke Bad Salzuflen haben in den jüngsten Jahren alle 230 Stadtbus-Haltestellen mit einem neuen Anstrich versehen. In den kommenden Jahren werden auch die städtischen Haltestellen der überregionalen Buslinien durch die Stadtwerke saniert. Nicht nur die Haltestellen, sondern auch die Busse werden im nächsten Jahr modernisiert. In den Stadtbussen wird kostenloses WLAN angeboten. Zusätzlich können sich die Fahrgäste auf Flachbildschirmen über den Streckenverlauf und die Haltestellen informieren.

Und auch in den Parkhäusern sind diverse Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen erfolgt. Die Parkhäuser sind auf Energiesparende LED-Leuchtmittel umgestellt worden. Mit LED-Licht braucht ein Parkhaus etwa 45 Prozent weniger Strom als mit Leuchtstoffröhren, so dass jährlich knapp 7.000 Euro Stromkosten eingespart werden können. Die Investitionssumme beträgt etwa 20.000 Euro.

Das Schranken- und Kassensystem, sowie die Fahrbahnoberflächen werden Ende dieses Jahres erneuert. Das neue Kassensystem ist komfortabler und auf dem Stand der Technik. In der Anwendung ergeben sich so viele praktische Vorteile, beispielsweise kann die Anzahl der verfügbaren Parkplätze auf einem Display angezeigt werden.