Historischer Höchstwert

Ein Umsatz von drei Milliarden Euro wurde in den 112 lippischen Betrieben des verarbeitenden Gewerbes mit 50 und mehr Beschäftigten im ersten Halbjahr dieses Jahres erwirtschaftet. Dies zeigt die aktuelle Auswertung der Daten des Statistischen Landesamtes (IT.NRW).

Das sind 4,6 Prozent mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum. „Dieses Wachstum ist allein auf den Anstieg der Auslandsnachfrage um 9,1 Prozent zurückzuführen“, erklärt Axel Martens, Hauptgeschäftsführer der Industrie und Handelskammer Lippe zu Detmold (IHK Lippe) die neuesten Zahlen aus der Industrie. Der Inlandsumsatz stagnierte auf Vorjahresniveau. Angesichts dieser Entwicklung erreichte die Exportquote in Lippe mit 52,4 Prozent einen historischen Höchstwert. Sie liegt weit über dem NRW-Durchschnitt mit 47 Prozent. Die Zahl der Beschäftigten stieg um 1,7 Prozent (NRW: ein Prozent) auf 24.661Personen.

Ein überdurchschnittliches Umsatzplus meldeten die Chemische Industrie, die Elektrotechnik und die Metallindustrie. In der Möbelindustrie lag der Umsatz leicht über dem Vorjahresniveau.

Über einen Umsatzrückgang informieren das Nahrungs- und Genussmittelgewerbe, Druckereien und der Bereich Reparatur/Installation von Maschinen und Ausrüstungen. Ein Umsatzminus mussten auch der Maschinenbau und die Kunststoffindustrie hinnehmen. Dieser Effekt ist zum Teil bedingt durch den Rückgang der meldepflichtigen Betriebe.