Archiv für den Monat: November 2017

Mehr Geld für die Kultur

Die NRW-Landesregierung will kommunale Theater und Orchester „dauerhaft und verlässlich unterstützen“ und die regionale Kulturpolitik fördern, kündigte die Kultur- und Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen im Ausschuss für Kultur und Medien an.

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Landschaftsumlage soll kräftig sinken

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) wird den Umlagehebesatz für seine 27 Mitgliedskreise und -großstädte um voraussichtlich 1,4 Prozentpunkte von 17,4 auf 16,0 Prozent senken. Für den Kreis Lippe bedeutet das, dass die Umlage von knapp 87 um etwas mehr als 0,2 auf nunmehr 86,8 Millionen Euro sinken wird.

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Stärkere Vernetzung gewünscht

Der Wunsch nach einer stärkeren Vernetzung untereinander und mit weiteren Branchen, die langfristig die regionale Wirtschaft stärkt, ist eines der wesentlichen Ergebnisse einer Befragung, die die Industrie- und Handelskammern Ostwestfalen zu Bielefeld und Lippe zu Detmold (IHKs) gemeinsam mit dem Kulturbüro der OstWestfalenLippe GmbH vorgenommen haben.  Die Umfrage ist die erste ihrer Art für die Region. Befragt wurden die insgesamt elf Teilbranchen der Kultur- und Kreativwirtschaft mit insgesamt etwa 11.500 Unternehmen in OWL, davon etwa 2.500 in Lippe.

Neben dem Wunsch nach stärkerer Vernetzung traten als Handlungsfelder spezifische Weiterbildungswünsche zum Vorschein, die sich auf Marketing und Vertrieb sowie die Öffentlichkeitsarbeit richten. Gewünscht wurden zudem branchenspezifische Angebote für eine Stärkung der Betriebe am „point of sale“.

„Zielrichtung soll sein, den Betrieben direkte Hilfen anzubieten, um die Herausforderungen für ihr Geschäft besser zu bewältigen. Hier ist Handlungsbedarf, denn 41 Prozent der Unternehmen sind nur ausreichend und 15 Prozent unzufrieden mit der Geschäftslage“, erklärte Axel Martens, Hauptgeschäftsführer der IHK Lippe.

In der Umfrage ging es auch um die negativen Einflüsse auf die Geschäftslage. Am häufigsten wurde Unzufriedenheit mit Bürokratie genannt, gefolgt vom Nutzungsverhalten der Konsumenten, wobei die Kreativen das Internet als wesentliche Konkurrenz ausmachen. Auch Marktstrukturen würden als Grund für eine negative Geschäftslage thematisiert, beispielsweise Überangebot, Preisdruck und Konkurrenz. Fehlende Wachstumschancen durch Fachkräftemangel ließen sich als vierten Punkt benennen, gefolgt vom Mangel an Ausstellungs- oder Auftrittsmöglichkeiten.

Für mehr als 90 Prozent der Betriebe ist die Versorgung mit Breitband wichtig, gleichzeitig sind von diesen Befragten 41 Prozent mit der Breitbandversorgung weniger zufrieden oder unzufrieden.

Fast ein Drittel der Befragten meldete einen Umsatz unter der Umsatzsteuergrenze von 17.500 Euro im Jahr. Eine Sonderauswertung für die vielen Einzelunternehmen der Kultur- und Kreativwirtschaft in OWL ergab, dass davon sogar 55 Prozent zu den Kleinverdienern unterhalb der steuerlichen Grenze lagen und weitere 25 Prozent einen Umsatz zwischen 17.500 Euro und 50.000 Euro erwirtschafteten. Die befragten Betriebe bieten insgesamt 5.811 Beschäftigungsverhältnisse.

Die Umfrage bietet nicht nur eine Einschätzung der Stimmungslage unter den Unternehmen der Kultur- und Kreativwirtschaft. Die Ergebnisse werden als Basis für verschiedene Angebote der Institutionen genutzt. Bei der IHK Lippe ist derzeit ein Arbeitskreis in Planung.