Lippische Industrie ist besser

In den 122 lippischen Betrieben des verarbeitenden Gewerbes mit 50 und mehr Beschäftigten ist von Januar bis November dieses Jahres ein Umsatz von sechs Milliarden Euro erwirtschaftet worden. Dies zeigt die aktuelle Auswertung der Daten des Statistischen Landesamtes (IT.NRW).


Laut Axel Martens, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Lippe zu Detmold (IHK Lippe) lag der Umsatz um 8,2 Prozent über dem gleichen Vorjahreszeitraum. Dieses Umsatzplus übertraf weit den Landesdurchschnitt (NRW plus 3,7 Prozent). Die lippische Wirtschaft konnte insbesondere im Ausland punkten: Der Export wuchs um 9,1 Prozent (NRW plus 3,6 Prozent). Mehr als jeder zweite Euro wird in Lippe im Ausland erwirtschaftet.
Die Inlandsnachfrage nahm um 7,3 Prozent zu (NRW plus 3,7 Prozent). Die Zahl der Beschäftigten veränderte sich ebenfalls um 7,3 Prozent (NRW plus 2,2 Prozent). 26 659 Personen fanden im verarbeitenden Gewerbe einen Arbeitsplatz.

In fast allen Branchen stiegen die Umsätze in den ersten elf Monaten dieses Jahres. Im Maschinenbau sowie in der Nahrungs- und Futtermittelindustrie wuchs der Umsatz um ein Viertel überdurchschnittlich stark. Und auch die Elektrotechnik, Lippes größte Einzelbranche, meldete ein Umsatzplus von 9,1 Prozent. Zwei Drittel der Umsätze werden in dieser Branche im Ausland erwirtschaftet. Mittlerweile sind mehr als 9 000 Personen in der Elektroindustrie beschäftigt.

Zu den Branchen mit unterdurchschnittlichen Wachstumsraten gehörten die Kunststoff- und Chemische Industrie sowie die Möbelindustrie. Die IHK Lippe merkt an, dass ein Teil dieses Wachstums darauf zurückzuführen ist, dass die Anzahl der meldepflichtigen Betriebe im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um neun zugenommen hat.